![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Astronomie im alten Europa präsentiert vom |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Sonnenwagen von Trundholm, ca. 1500 v. Chr. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Übersicht |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Karte zeigt das Europa der Eisenzeit mit wichtigen Handelswegen (braune Linien), Zinn- (schwarze Rauten) und Bernsteinvorkommen (braune Flächen). Angedeutet sind die Orte und Regionen der vorzeitlichen Denkmäler, die in dieser Ausstellung vorgestellt werden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
In der Bronzezeit zog die aufgehende Sonne am längsten Tag des Jahres am Heelstone vorbei, ohne von ihm verdeckt zu werden, wenn das Ereignis aus der Mitte der Kreisanlage beobachtet wurde. Heute erfolgt der Sonnenaufgang am 21. Juni hinter dem Heelstone. |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Ort des berühmtesten aller Steinkreise in der Ebene von Salisbury bietet freie Sicht auf den Horizont. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Blickt man dagegen vom Heelstone auf die Steinsetzungen in der Mitte der Kreisanlage, so bleibt in dieser Blickrichtung ein kleines Sichtfenster frei, welches gegen den Himmel ragt und am Tag der Wintersonnenwende von der Sonne kurz vor ihrem Untergang durchstrahlt wird. Der Untergangsort der Mittwintersonne liegt dem Aufgangsort der Mittsommersonne fast genau gegenüber Die Hauptachse von Stonehenge trägt damit beiden Sonnenwenden im Jahr Rechnung. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Das restaurierte Steinkammergrab im Luftbild. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Im Inneren des Grabmals. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der mit Spiralen und Rauten dekorierte Stein vor dem Haupteingang. Über dem Eingang ist der Dachkasten für den Einfall des Sonnenlichtes zu sehen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Blick aus der Grabkammer zum Dachkasten. Das erste Licht der Wintersonne fällt in das Dunkel der Kammer ein. |
Schematische Darstellung des Lichteinfalls. Da der Zugangsweg ansteigt, fällt das horizontal einfallende Licht auf den Boden der Kammer. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Simulierte Beobachtungen des Sonnenaufgangs im Dachkasten von Newgrange; |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Wie findet man die Haupthimmelsrichtungen Norden, Süden, Osten und Westen? |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Sternstrichspuraufnahme des nördlichen Himmelspols. Wegen der Erdrehung werden auf der langzeitbelichteten Aufnahme die Bahnen der Sterne um den Pol sichtbar. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Mit einem trickreichen Verfahren, das Indische Kreise genannt wird, kann man mit geringen technischen Hilfsmitteln die Himmelsrichtungen an einem sonnigen Tag genau bestimmen. Man beobachtet dazu den Verlauf der Schattenspitze eines senkrecht aufgestellten Stabes. Im Laufe des Tages zeichnet man die Spur des Schattens auf. Am Abend zieht man einen möglichst großen Kreis um den Fußpunkt des Schattenstabs, der die Schattenlinie zweimal schneidet. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bestimmung der Haupthimmelsrichtungen mit dem Indischen Kreis. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bei diesem Verfahren macht man sich die Symmetrie des täglichen Sonnenlaufs zunutze. So, wie die Sonne vormittags aufsteigt, sinkt sie nachmittags herab. Die Symmetrielinie der Auf- und Abstiegsbahn ist der sogenannte Meridian, der definitionsgemäß immer in nord-südlicher Richtung verläuft. Es gibt also zu jedem vormittäglichen Sonnenstand einen entsprechenden nachmittäglichen, der die gleiche Schattenlänge hervorruft. Der Meridian liegt in der Mitte der zwei sich entsprechenden Sonnenstände. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Tägliche Bahn der Sonne von Ost über Süd nach West. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Jahreszeiten der Natur sind eine direkte Folge des Sonnenlaufs. Im Sommer wandert sie auf einer höheren Bahn über den Himmel als im Winter. Sie steht dann etwa 16 Stunden über dem Horizont und 8 Stunden darunter - die Tage sind länger als die Nächte und das Sonnenlicht fällt steil auf das Land ein, was für eine effiziente Bestrahlung des Erdbodens mit Sonnenenergie von Vorteil ist. |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bahn der Sonne an den Tagen der Sonnenwenden und Tag-Nacht-Gleichen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Im Winter ist es genau umgekehrt - die Nächte sind länger als die Tage. Nur bei Frühlings- und Herbstanfang sind die Tage und Nächte gleich lang. Nur dann geht die Sonne genau im Osten auf und im Westen unter. Im Sommer hingegen geht sie in nordöstlicher Richtung auf und in nordwestlicher Richtung unter, während sie im Winter im Südosten aufgeht und im Südwesten untergeht. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Warum läuft die Sonne mal hoch und mal niedrig über den Himmel? |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Schematische Darstellung des Erdumlaufs um die Sonne. Die Erdachse ist gegen die Senkrechte auf der Erdbahn um 23,5° geneigt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bei Mittsommer ist die nördliche Erdhälfte deshalb der Sonne zugeneigt. Das Sonnenlicht fällt dann senkrecht auf einen Punkt nördlich des Äquators. Ein halbes Jahr später, zur Mittwinterzeit, ist die Erde in die gegenüberliegende Position auf ihrer Umlaufbahn gewandert. Dieser Erdumlauf erfolgt unter Beibehaltung der Achsenlage. Die nördliche Erdhälfte zeigt nun von der Sonne weg, die Sonne scheint senkrecht auf einen Punkt südlich des Äquators. Zwischen Mittsommer und Mittwinter liegen die beiden Tag-Nacht-Gleichen, zu denen die Sonne senkrecht auf den Äquator scheint. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Im Laufe des Jahres durchläuft die Sonne alle möglichen Auf- und Untergangsorte zwischen den Grenzpunkten, die man auch die Sonnenwenden nennt. Die Sonnenwendeorte stehen sich diametral gegenüber, so z.B. der Aufgangsort der und der Untergangsort der Mittsommersonne. Die Sonnenwendlinien zeichnen deshalb - ähnlich wie die Haupthimmelsrichtungen - eine Achsenkreuz in den Horizontkreis, das aber auf mitteleuropäischen Breitengraden nicht senkrecht ist, sondern Winkel von ca. 80° und 100° einschließt. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Jährlicher Pendelbogen der Sonnenauf- bzw. -untergangsorte. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Mittelachse des konischen Loches zeigt auf einen Ort am Himmel, den der Mond auf seiner nördlichsten Bahn erreicht, die er nur alle 18 bis 19 Jahre für einige Male durchläuft. |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Rundbogennische mit konischer Öffnung an der Nordostseite des Sazellums. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Ist das Sazellum eine uralte Stätte der Mondverehrung? Wie immer in Einzelfällen bleibt die Frage nach Ursprung und Sinn offen, wenn keine schriftliche Überlieferung das Rätsel der Vergangenheit auflöst. Gäbe es in Europa viele konische Rundlöcher mit gleichartigen Ausrichtungen auf den Mond - die Beantwortung dieser entscheidenden Frage fiele leicht. Die Mittelachse der konischen Öffnung peilt die nördlichste Mondbahn an (um 500 v. Chr.). Bei Anklicken des Bildes wird ein Film des simulierten Mondaufgangs abgespielt (534 kB). (DivX 4.12 Video Codec erforderlich) |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Steinsetzung von Callanish auf den äußeren Hebriden in Schottland markiert einen Ort, der in der Bronzezeit möglicherweise für rituelle Mondbeobachtungen genutzt wurde. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Vom nördlichen Ende der doppelten Steinreihe sieht man alle 18 bis 19 Jahre den Mond, wie er in seiner südlichen Tiefstbahn so eben über den Horizont hinauskommt, über die Steine der östlichen Reihe hinwegzieht, um dann im Bereich des Steinkreises zu versinken, nachdem er aber noch mehrmals zwischen den aufgestellten Steinen kurzzeitig sichtbar war. In Callanish wird die Begegnung des Mondes in seiner niedrigsten Bahn mit dem rätselhaften Ort der Steinsetzung inszeniert. Der Mond scheint hier auf die Erde in das Rund des Steinkreises hinabzusteigen. |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Luftbild von Callanish bei südlicher Blickrichtung. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Bahn des Mondes im südlichen Extrem bei der Beobachtung vom nördlichen Ende der doppelten Steinreihe. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Das Schauspiel des hinabsteigenden Mondes, welches in Callanish durch die geschickte Architektur der Steinsetzungen in vollendeter Form inszeniert ist, ist auch in einem besonderen Typ von schottischen Steinkreisen aus der Zeit 2500-1800 v. Chr. im Bezirk von Aberdeen zu sehen. |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Steinkreis Loanhead of Daviot. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Zahlreiche Steinkreise mit einem liegenden Altarstein auf der Südseite dienen dort der Beobachtung des seltenen Ereignisses eines auf dem liegenden Stein entlang wandernden Mondes. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Steinkreis von Aquorties mit liegendem |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Beobachtung des Mondes in seiner südlichsten Bahn. Der Mond wandert auf dem liegenden Stein entlang. Beim Anklicken des Bildes wird eine Animation des Vorgangs gestartet. (DivX 4.12 Video Codec erforderlich) |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Statistische Nachweise der Steinzeitastronomie sind bei astronomisch ausgerichteten Megalithgräbern in vielen Regionen Europas erfolgreich möglich, ebenso bei kurzen Steinreihen in Irland, die markante heilige Berge anzeigen, hinter denen der Mond manchmal versinkt, schließlich auch bei der Untersuchung der Bestattungsrichtungen, die in verschiedenen prähistorischen Kulturkreisen regional stark variieren, aber oftmals astronomisch motiviert sind. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Kurze Steinreihen in den Bezirken Cork und Kerry im Südwesten Irlands peilen markante Berggipfel, in die der Mond bei seinen Extremständen versinkt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Weibliches Skelett aus Aiterhofen in Bayern mit östlicher Ausrichtung und südöstlicher Blickrichtung (Linienbandkultur, ca. 5500 v. Chr.). |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Mond ist eine ausgeglühte tote Steinkugel, die die Erde umkreist. Er erhält sein Licht von der Sonne. Die sonnenzugewandte Seite der Mondkugel wird beleuchtet, die sonnenabgewandte Seite liegt im Dunkeln. Seine sichtbare Größe und Gestalt ändert sich ständig, weil er uns, bedingt durch seinen Umlauf um die Erde, mehr oder weniger seiner beleuchteten Hälfte zeigt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Jährlicher Pendelbogen der Sonne (rot) bei senkrechter Ansicht auf den Horizontkreis |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Monatliche Pendelbögen des Mondes während der großen Mondwende (dunkelblau) und während der Kleinen Mondwende (hellblau). |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Grund für diese zyklische Veränderlichkeit seines Pendelbogens ist in der Neigung der Mondbahnebene gegen die Ebene des Erdumlaufs um die Sonne zu finden. Die Mondbahnebene und die Erdbahnebene sind ca. 5° gegeneinander geneigt. Die Zeichnung verdeutlicht, dass der Mond deshalb manchmal senkrecht auf Erdorte scheint, die um 5 Breitengrade weiter nördlich liegen als die nördlichsten Erdorte mit senkrechtem Sonneneinfall. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die Mondbahnebene ist ca. 5° gegen die Ebene des Erdumlaufs um die Sonne geneigt. Deshalb kann der Mond um 5° höher am Himmel stehen als die Mittsommersonne. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Eine erster Ansatz zur Vorhersage von Mondfinsternissen ist nicht so schwer, wie man zunächst glaubt. Beobachtet man systematisch die Aufgänge von Sonne und Mond am Horizont, so stellt man z.B. fest, dass der Sonnenaufgang am Tag der Sommersonnenwende immer an einem festbleibenden Ort im Nordosten erfolgt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Serienaufnahme einer Mondfinsternis |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Ähnlich wie die Mittsommersonne verhält sich aber auch der Wintervollmond. Als Vollmond steht er der tief stehenden Wintersonne gegenüber und so nimmt er die gleiche Stelle am Himmel ein, wie die hoch stehende Sonne zur Mittsommerzeit. Wenn der Wintervollmond exakt auf der Bahn der Mittsommersonne läuft und damit der Sonne genau gegenübersteht, kommt es zu einer Mondfinsternis, weil er dann in den Erdschatten läuft, der - wie bei allen Schatten üblich - immer in die Gegenrichtung zur Lichtquelle zeigt. In dem Fall geht der Wintervollmond genau an der Stelle der Mittsommersonne auf. Eine Sonnenwendpeilung wie z.B. in Stonehenge kann also auch für die Untersuchung des Aufgangsortes des Wintervollmondes verwendet werden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Geht der Mond dagegen ein wenig rechts oder links der Sommersonnenwendmarke am Horizont auf, kommt es zu keiner Verfinsterung des Wintervollmondes, denn dann ist er vom Erdschattenbereich zu weit entfernt. Beobachtet man geduldig über die Jahre und Jahrzehnte hinweg den Aufgangsort des Wintervollmondes und die Eintrittszeiten von Mondfinsternissen, so stellt man fest: - Geht der Wintervollmond genau bei der Sonnenwendemarke auf, sind Mondfinsternisse in der Mittwinter- und Mittsommerzeit zu erwarten. - Geht der Wintervollmond weit nördlich oder weit südlich der Sonnenwendmarke auf (Maximalabstand von der Sonnenwendmarke in Europa etwa 10°), so können die kommenden Mondfinsternisse nur bei Frühlings- und Herbstanfang erfolgen. - Geht der Wintervollmond wenig oder mäßig nördlich oder südlich der Sonnenmarke auf, so liegen die Mondfinsternisse in den Zeiten zwischen den Sonnenwenden und den Tag-Nacht-Gleichen. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Beobachtung der Aufgangsorte der Sommersonne (mittlerer Stab) und des Wintervollmondes im Nordostsektor |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Somit lassen sich die mondfinsternisgefährdeten Vollmondtermine der kommenden Jahre ungefähr aus der Lage des Aufgangsortes des Wintervollmondes erschließen. Alle 18-19 Jahre durchläuft der Wintervollmond den Zyklus der sich wandelnden Aufgangsorte und damit wiederholt sich auch die Sequenz der Finsternisse im Kalender. Aufmerksame Horizontbeobachtungen ermöglichen somit einfache Mondfinsternisprognosen ohne die genaue Kenntnis der astronomischen Zusammenhänge! |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Von besonderem Interesse für die archaische Astronomie sind die Zeitspannen, nach denen sich die wichtigen Himmelserscheinungen wiederholen. Eine Kenntnis solcher Zyklen ermöglicht die Vorhersage künftiger Ereignisse am Himmel. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
partielle Sonnenfinsternis |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Mond durchläuft in 29 oder 30 Tagen alle seine Lichtgestalten, also z.B. von Vollmond bis Vollmond oder von Neumond bis Neumond. Dieser so genannte Lichtmonat steht nicht in einem ganzzahligen Verhältnis zum Sonnenjahr. In einem Jahr gibt es deshalb 12 oder 13 Vollmonde. |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
zunehmender Mond |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Es gibt aber noch andere wichtige Zyklen z.B. für die Wiederkehr aller unterschiedlich hohen Mondbahnen oder für die Systematik der Finsternisse: |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Als Hinweis auf astronomische Kenntnisse dieser Art kann ein bemerkenswerter Bericht des Geschichtsschreibers Diodor von Sizilien (1. Jahrhundert v. Chr.) herangezogen werden. Diodor beruft sich darin auf ältere Kenntnisse des Forschungsreisenden Hekatäus (um 300 v. Chr.): "Von denen nämlich, welche die alten Sagen aufgeschrieben haben, sagen Hekatäus und einige andere, dass in den dem Keltenlande gegenüberliegenden Gebieten gegen den Okeanos hin eine Insel sei nicht kleiner als Sizilien. Diese reiche bis zu den Bärinnen und werde bewohnt von den Hyperboreern, so genannt, weil sie weiter hinauf wohnen als der Nordwind. Guten Bodens und alle Früchte tragend, auch durch günstige Luftwärme ausgezeichnet, reife sie zweimal Früchte im Jahre. Sie erzählen, dass auf ihr Leto geboren sei; deshalb werde auch Apollon am meisten von allen Göttern bei ihnen geehrt; sie selbst seien gleichsam Priester des Apollon, da sie diesen Gott täglich im Gesange preisen und zugleich aufs herrlichste ehren. Es bestehe aber auf der Insel auch ein Hain des Apollon überaus prächtig und ein merkwürdiger Tempel mit vielen Weihgeschenken geschmückt, der Gestalt nach von Ansehen eine Kugel. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Von dieser Insel aus soll der Mond in ganz geringem Abstand von der Erde erscheinen, auch sollen einige bergähnliche Erhebungen auf ihm sichtbar sein. Gesagt wird auch, dass der Gott alle 19 Jahre auf die Insel herabkomme, in welchem Zeitraum sich die Ausgangsstellungen der Sterne wiederherstellen, und deshalb werde der Zeitraum von 19 Jahren von den Hellenen Metons Jahr genannt. Zu dieser Erscheinung spiele der Gott die Zither und tanze einen Rundreigen ununterbrochen in den Nächten von der Frühlingsgleiche bis zum Aufgange der Plejaden, sich ergötzend an den eigenen Glückstagen." |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Diese Textstelle wurde oftmals mit Stonehenge in Beziehung gebracht, passt aber besser auf das Phänomen der tiefstmöglichen Mondbahn in Callanish, wo der Mond alle 18-19 Jahre in das Rund des Steinkreises hinabzusteigen scheint. Eine zweifelsfreie Identifizierung des erwähnten Tempels ist aber nicht möglich, der Text bleibt zu dunkel. Auch eine Verwechselung des 19-jährigen Meton-Zyklus, der sich auf die Wiederkehr der Mondphasen am gleichen Kalenderdatum bezieht, mit dem 18,61-jährigen Mondbahnzyklus, nach dem sich die extremalen Höchst- und Tiefststände des Mondes wiederholen, scheint Diodor oder Hekatäus unterlaufen zu sein. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Bildnis des Gottes Apollo, Sohn des Zeus und der Leto. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die restaurierte Himmelsscheibe. Die Beschädigungen am Rand und am zentralen Goldkreis wurden von den Raubgräbern verursacht. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Die jährlichen Pendelbögen, die die Sonne beim Aufgang am Osthorizont bzw. beim Untergang am Westhorizont zwischen den Grenzpunkten der zwei Sonnenwenden durchläuft, sind auf der Scheibe in Form zweier goldener Randsegmente dargestellt (eines fehlt jetzt). Die Winkelspanne, die von diesen Segmenten überdeckt wird, beträgt 82,7° und sie entspricht dem jährlichen Pendelbogen der Sonne zwischen Mittsommer und Mittwinter in Sachsen-Anhalt in der Bronzezeit. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Karte von Sachsen-Anhalt mit Nebra und Andeutung der im Beobachtungsrichtungen vom Mittelberg (Fundort der Scheibe) zum Brocken und zum Kyffhäuser-Gebirge (grüne Pfeile). |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die naturgesetzlichen Ursachen der täglichen Umdrehung des Sternenhimmels, des monatlichen Laufes des Mondes und des jährlichen Laufes der Sonne waren dem frühen Menschen noch unbekannt. Die unermüdliche ewige Himmelsbewegung gab Anlass zur Hoffnung auf Unvergänglichkeit, ewiges Leben und kosmische Wiederkehr, die im Kontrast zur irdischen Vergänglichkeit steht, der niemand entrinnen kann. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
In dem Fall stehen sie wie der Vollmond der Sonne gegenüber und zeigen ihren Gegenpunkt an. In anderen Jahreszeiten sind die Plejaden nachts nur zeitweise sichtbar, sie gehen im Winter bereits zur Mitternacht unter, im Sommer erscheinen sie erst zur Mitternacht. Sie können also als Jahreszeitenanzeiger verwendet werden. Dass dies tatsächlich geschah, ist uns durch den griechischen Dichter Hesiod überliefert, der um 700 v. Chr. Werke und Tage folgendes dichtete: "Wenn das Gestirn der Plejaden, der Atlastöchter, heraufsteigt, Fanget die Ernte an; die Saat dann, wenn sie hinabgehn. Sie sind vierzig Nächt´ und vierzig Tage zusammen Nimmer gesehen; dann wieder im rollenden Laufe des Jahres Treten sie vor zum Lichte, sobald man schärfet das Eisen." |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
In der Bronzezeit markierten die Plejaden den Frühlingspunkt, d.h. jenen Ort am Himmel, vor dem die Sonne erstrahlt, wenn die Erde auf ihrer Bahn in der Position des Frühlingsanfangs steht. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Homer beschreibt im 18. Gesang der Ilias, wie der Schmiedegott Hephaistos einen Schild für den Helden Achilleus schmiedet, der auch die Plejaden zeigt. Diese Verse lesen sich fast wie ein Herstellungsbericht der Himmelsscheibe von Nebra: |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
"Zwanzig Bälge bliesen an Zahl zugleich in die Öfen, Allerlei glutentfachenden Hauch dem Innern entstoßend, Hier dem Emsigwirkenden gleich wie dort ihm zu dienen, Je nachdem es Hephaistos befahl zur Vollendung des Werkes. Unzerstörbares Erz und Zinn jetzt warf er ins Feuer, Gold von köstlichem Wert und Silber, und setzte dann weiter Fest auf den Block den mächtigen Amboss, ergriff mit der Rechten Drauf den wuchtigen Hammer und nahm mit der Linken die Zange. Erst nun formte der Meister den Schild, den großen und starken, Ganz ihn verzierend, und legte darum einen schimmernden Reifen, Dreifach und blank, verbunden mit silbernem Tragegehänge. Schichten zählte man fünf an dem Schild, und oben auf diesem Formte er zierliche Bilder viel mit erfindsamem Geiste; Bildete oben darauf die Erde, das Meer und den Himmel, ferner den vollen Mond und die unermüdliche Sonne, Dann auch alle Sterne dazu, die den Himmel umkränzen, Oben, das Siebengestirn, die Hyaden, die Kraft des Orion, Und den Bären, den auch mit Namen den Wagen sie nennen, Der auf der Stelle sich dreht und stets den Orion belauert, doch als einziger teil nicht hat an Okeanos´ Bade." |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Dichter Homer schuf um 700 v. Chr. mit der Ilias und der |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Auch zur Mondfinsternisvorhersage lassen sich die Plejaden in einer kuriosen Weise verwenden. Wenn der zunehmende Halbmond über die Plejaden läuft und diese verdeckt, was nur alle 18-19 Jahre erfolgt, kommt es beim nächsten Vollmond zwangsläufig zu einer Mondfinsternis. Vielleicht symbolisiert die Himmelsscheibe von Nebra genau dieses bemerkenswerte und seltene Ereignis. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Feldstein, der höchstgelegene Vulkanfelsen der Bruchhauser Steine, ist die Peilmarke für die nördlichsten Sonnenaufgänge. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Karte mit den Orten der Bildstöcke und der vier |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Die Sommersonnenwende lässt sich vom Ort eines Bildstocks für den heiligen Antonius von Padua nach dem gleichen Prinzip beobachten, welches auch in Stonehenge verwirklicht ist - dem streifenden Vorbeizug der Sonne an einem Peilstein. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Bildstock des hl. Antonius von Padua von 1699. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Sonne und Feldstein am |
Sonne und Feldstein am 14. Juni 2001. |
Sonne und Feldstein am 21. Juni 2002. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Simulation der Sonnenaufgänge in der Zeit der Sommersonnenwende bei der Beobachtung vom St. Antonius-Bildstock (bitte Bilder anklicken - DivX 4.12 Video Codec erforderlich) |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Der Sonnenaufgang nach der Walpurgisnacht ist in ähnlicher Weise vom Ort des Sankt Nikolaus-Bildstocks zu sehen. In den Folgejahren nach einem Schaltjahr liegt die Sonnenbahn am 1. Mai immer ein wenig tiefer als im Vorjahr, bis durch das Einfügen eines 366. Tages im Schaltjahr eine weiteres Absinken der Tagesbahn der Sonne verhindert wird. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Der Bildstock des hl. Nikolaus. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Simulation der Sonnenaufgänge am 1. Mai bei der Beobachtung vom St. Nikolaus-Bildstock; der 30. April 2004 wäre der 1. Mai, wenn es 2004 keinen Schalttag im Februar gäbe (bitte Bilder anklicken - DivX 4.12 Video Codec erforderlich): |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Alle Texte der vorangegangenen Abschnitte und ausführliche Referenzen zu den behandelten Fallbeispielen, zur Archäoastronomie und ihren astronomischen Grundlagen befinden sich in diesem Dokument, das zum Download zur Verfügung steht: aiae.pdf |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
[Startseite] [Astronomie im alten Europa] [Projektseite] [Himmelsscheibe von Nebra] [Links] [Impressum & Haftungsausschluss] |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Hinweis: Diese Homepage mit allen Downloads sowie die komplette Homepage der Westfälischen Volkssternwarte mit allen dort angebotenen Materialen gibt es auf der AstroCD. Mehr Informationen dazu hier. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Letztes Update: 29.4.2008 - www.archaeoastro.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||